Montag, 17. Dezember 2012

Warum nicht?

Warum muss es so ein großes Geheimnis sein, wenn wir jemanden mögen?

Warum machen wir es nicht alle einander klar?

Warum tragen wir keine T-Shirts mit dem Namen unseres Schwarms?

Warum bewerfen wir sie nicht mit einem Piano und schreien
"Ich find dich attraktiv, du Idiot!"?


Ich mag diese herrlich sinnlose Idee der bedingunslosen Ehrlichkeit, was Gefühle angeht.

"I'm not in the business of denying myself the simple pleasure of saying true things."


Ich muss gestehen, ich liebe den Begriff "Skinny Love" - es gibt keine bessere Beschreibung für eine Liebe, die zu schwach ist, um das Jahr über anzudauern.


Jedes Mal, wenn ich dich sehe, denke ich mir
"Mein Gott, du bringst meinen angespannten Verstand in Versuchung!"

Mittwoch, 21. November 2012

Weit entfernte Liebe.


Ich hab im aktuellen Spiegel davon gelesen und ich muss sagen, dass ich es für eine der süßesten Liebesgeschichten der Welt halte. Die beiden lernten sich über Halo 3 kennen, bauten über Facebook, MySpace und Skype eine Freundschaft auf und kamen drei Jahre später zusammen. Zwei Jahre später trafen sie sich das erste Mal in der Realität und dieses unglaublich süße Video zeigt das erste Treffen am Flughafen. Inzwischen sind sie verlobt.

Ich habe lange an der Liebe gezweifelt, aber die beiden haben mich in meinem Glauben an sie doch irgendwie wieder bestärkt.

Dementsprechend: Scheiß auf Liebe?
Nein, scheiß auf die Person, die dich dazu gebracht hat,
so zu denken.

Vielleicht ist es mein Herz, vielleicht ist es deines.

Samstag, 27. Oktober 2012

Wunschziel

Hier wird's grad langsam, aber sicher, Winter und auch wenn ich Weihnachten eigentlich recht gerne mag, ich find's deprimierend, die Sonne nicht zu sehen.
Ich brauche sie!

Und außerdem ist das alles hässlich, lästig, stresst mich und ich hab kaum noch Zeit für irgendwas, das ist doch doof.

Ich zähl die Tage runter, bis ich hier weg kann und's dann wieder gut ist.



Und daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaann...
...schmeiß ich meinen Job hin.
...kauf ein Ticket.
...werde braun.
...verliebe mich.
...und komm vielleicht nie wieder.



Montag, 1. Oktober 2012

Irgendwann

Man sagt ja immer "Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel" oder simpler "Du findest schon noch jemanden".

Und dann denkt man sich manchmal:

Mein "jemand" sind wahrscheinlich zwei bis vier Katzen.


Donnerstag, 6. September 2012

Einfach nicht leicht


Nichts wie es soll
und keiner sieht her; 
Alles ist so schnell vorbei,
weil die Zeit niemals reicht.
Komm, wir machen es uns auch einfach nicht leicht!

Ich hab definitiv meinen Stolz. Ich kann ihn nicht mal begründen oder richtig erklären, aber ich bin stolz darauf, das mängelbehaftete Mädchen zu sein, dass ich nun mal bin. Deshalb würde ich auch nie einen Jungen mehrmals nach einem Date fragen, wenn er mich schon versetzt hat. Deshalb höre ich auch irgendwann auf, Dinge zu diskutieren und probiere, sie auch aus meinen Gedanken zu streichen. Nicht, dass ich darin besonders gut bin, aber das ist, glaub ich, keiner.

Und deshalb mache ich es mir auch einfach nicht leicht.

Weil mein Stolz mich daran hindert, Dinge zu sagen, die ich wirklich denke und Fragen zu stellen, auf die ich definitiv eine Antwort will und vielleicht sogar brauche.
Gleichzeitig würde ich nie ohne meinen Stolz leben wollen, denn er gibt mir ein Gefühl für das, was ich mir und meinem Ego zumuten kann, ohne mich zu verraten und zu verlieren. 

Sonntag, 12. August 2012

Die Schuldfrage

Schuld ist ein Konzept, dass die katholische Kirche ersann: Jemand hat ein Gebot Gottes verletzt, darüber ist Gott erzürnt und du kannst Wiedergutmachung leisten, indem du Geld an die Kirche zahlst.
Schuldgefühle kommen also daher, dass man denkt, ein Gebot verletzt zu haben und dementsprechend bestraft gehört.
Allerdings sind Schuldgefühle nicht nur schlecht, denn nur durch das Gefühl, ein Gebot verletzt zu haben, erlernt man Werte und Normen, die man später hinterfragen kann, um ein eigenständiges Gewissen zu erlangen.
Gleichzeitig ist das Konzept der Schuld aber auch sehr schwierig. Wenn etwas schief geht, wird Schuld zugesprochen, manchmal von jemand anderem, manchmal von einem selbst. Und dabei vergisst man das wahre Problem: Schuld kann man nicht anfassen, es ist nichts reales oder objektives wie ein Brot oder ein Buch.
Aber gesagt zu bekommen, dass man an etwas Schuld hat, kann genauso weh tun wie ein Schlag mit einem Buch ins Gesicht. Man wird wütend, weil man sich angegriffen fühlt und reagiert auch so, anstatt ruhig zu reden und die Dinge, die einen wirklich zu beschäftigen, zu klären.
Irgendwann rennt man mit einem Haufen guten Erinnerungen, ungesagten Worten und dem Gefühl, dass irgendwas schrecklich schief gegangen ist, auseinander. Und gerade diese Kombination von Schuldgefühlen, Missverständnissen und guten Erinnerungen macht einen oft genug schrecklich traurig.

Montag, 16. Juli 2012

Manchmal braucht man eine Woche Kloster, um etwas einzusehen,
was alle anderen schon längst wussten.


Ich hab eingesehen, dass du ein Arschloch bist und warst und sich das nicht ändern wird, egal, wie sehr ich es wünsche.

Du bist der lebende Tribut an Charles Darwin, ein Einzelkämpfer, der glaubt, dass er nach dem Motto "Jeder für sich" am weitesten kommt. Du bist zwar unglaublich empathiefähig, aber das, was dir deine Empathie mitteilt, ignorierst du, wenn du es nicht für dich benutzen kannst. Es ist dir egal, wen du verletzt und warum und ob du jemanden "liebst" oder nicht. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei und wer damit nich leben kann, hat Pech. Du trinkst und kiffst zu viel, prügelst dich und fickst wahllos alles, was sich bewegt und überraschenderweise ist Barney Stinson dein Vorbild, obwohl es auch Hank Moody sein könnte - ein selbstzerstörerischer, einsamer, unglücklicher Schriftsteller. Religion und Philosophie sind für dich Zeitverschwendung, Moral existiert nicht und wenn alle nach dem kategorischen Imperativ leben würden, wäre die Welt ein besserer Ort; da das aber niemand tut, probierst du es gar nicht erst, sondern lebst so, dass du allein glücklich wirst.

Und obwohl ich dich geliebt hab, finde ich dich jetzt im Rückblick eher armselig. Weil du ziemlich einsam bist, aber aus Angst, dass dich jemand verletzt, alles und jeden auf Abstand zu halten versuchst.

Das mieseste ist, dass ich fast wie du geworden wäre und das ich fast die Dinge, die ich an mir am meisten liebe, verloren hätte. Aber die Woche Taizé hat mir in dieser Hinsicht mehr als nur ein bisschen gut getand und ich, das richtige Ich, das ich sein will, ist wieder da.

Und da ich nie wieder so werden will, wie ich fast geworden wäre, musst du aus meinem Leben verschwunden bleiben.