Montag, 17. Dezember 2012

Warum nicht?

Warum muss es so ein großes Geheimnis sein, wenn wir jemanden mögen?

Warum machen wir es nicht alle einander klar?

Warum tragen wir keine T-Shirts mit dem Namen unseres Schwarms?

Warum bewerfen wir sie nicht mit einem Piano und schreien
"Ich find dich attraktiv, du Idiot!"?


Ich mag diese herrlich sinnlose Idee der bedingunslosen Ehrlichkeit, was Gefühle angeht.

"I'm not in the business of denying myself the simple pleasure of saying true things."


Ich muss gestehen, ich liebe den Begriff "Skinny Love" - es gibt keine bessere Beschreibung für eine Liebe, die zu schwach ist, um das Jahr über anzudauern.


Jedes Mal, wenn ich dich sehe, denke ich mir
"Mein Gott, du bringst meinen angespannten Verstand in Versuchung!"

Mittwoch, 21. November 2012

Weit entfernte Liebe.


Ich hab im aktuellen Spiegel davon gelesen und ich muss sagen, dass ich es für eine der süßesten Liebesgeschichten der Welt halte. Die beiden lernten sich über Halo 3 kennen, bauten über Facebook, MySpace und Skype eine Freundschaft auf und kamen drei Jahre später zusammen. Zwei Jahre später trafen sie sich das erste Mal in der Realität und dieses unglaublich süße Video zeigt das erste Treffen am Flughafen. Inzwischen sind sie verlobt.

Ich habe lange an der Liebe gezweifelt, aber die beiden haben mich in meinem Glauben an sie doch irgendwie wieder bestärkt.

Dementsprechend: Scheiß auf Liebe?
Nein, scheiß auf die Person, die dich dazu gebracht hat,
so zu denken.

Vielleicht ist es mein Herz, vielleicht ist es deines.

Samstag, 27. Oktober 2012

Wunschziel

Hier wird's grad langsam, aber sicher, Winter und auch wenn ich Weihnachten eigentlich recht gerne mag, ich find's deprimierend, die Sonne nicht zu sehen.
Ich brauche sie!

Und außerdem ist das alles hässlich, lästig, stresst mich und ich hab kaum noch Zeit für irgendwas, das ist doch doof.

Ich zähl die Tage runter, bis ich hier weg kann und's dann wieder gut ist.



Und daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaann...
...schmeiß ich meinen Job hin.
...kauf ein Ticket.
...werde braun.
...verliebe mich.
...und komm vielleicht nie wieder.



Montag, 1. Oktober 2012

Irgendwann

Man sagt ja immer "Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel" oder simpler "Du findest schon noch jemanden".

Und dann denkt man sich manchmal:

Mein "jemand" sind wahrscheinlich zwei bis vier Katzen.


Donnerstag, 6. September 2012

Einfach nicht leicht


Nichts wie es soll
und keiner sieht her; 
Alles ist so schnell vorbei,
weil die Zeit niemals reicht.
Komm, wir machen es uns auch einfach nicht leicht!

Ich hab definitiv meinen Stolz. Ich kann ihn nicht mal begründen oder richtig erklären, aber ich bin stolz darauf, das mängelbehaftete Mädchen zu sein, dass ich nun mal bin. Deshalb würde ich auch nie einen Jungen mehrmals nach einem Date fragen, wenn er mich schon versetzt hat. Deshalb höre ich auch irgendwann auf, Dinge zu diskutieren und probiere, sie auch aus meinen Gedanken zu streichen. Nicht, dass ich darin besonders gut bin, aber das ist, glaub ich, keiner.

Und deshalb mache ich es mir auch einfach nicht leicht.

Weil mein Stolz mich daran hindert, Dinge zu sagen, die ich wirklich denke und Fragen zu stellen, auf die ich definitiv eine Antwort will und vielleicht sogar brauche.
Gleichzeitig würde ich nie ohne meinen Stolz leben wollen, denn er gibt mir ein Gefühl für das, was ich mir und meinem Ego zumuten kann, ohne mich zu verraten und zu verlieren. 

Sonntag, 12. August 2012

Die Schuldfrage

Schuld ist ein Konzept, dass die katholische Kirche ersann: Jemand hat ein Gebot Gottes verletzt, darüber ist Gott erzürnt und du kannst Wiedergutmachung leisten, indem du Geld an die Kirche zahlst.
Schuldgefühle kommen also daher, dass man denkt, ein Gebot verletzt zu haben und dementsprechend bestraft gehört.
Allerdings sind Schuldgefühle nicht nur schlecht, denn nur durch das Gefühl, ein Gebot verletzt zu haben, erlernt man Werte und Normen, die man später hinterfragen kann, um ein eigenständiges Gewissen zu erlangen.
Gleichzeitig ist das Konzept der Schuld aber auch sehr schwierig. Wenn etwas schief geht, wird Schuld zugesprochen, manchmal von jemand anderem, manchmal von einem selbst. Und dabei vergisst man das wahre Problem: Schuld kann man nicht anfassen, es ist nichts reales oder objektives wie ein Brot oder ein Buch.
Aber gesagt zu bekommen, dass man an etwas Schuld hat, kann genauso weh tun wie ein Schlag mit einem Buch ins Gesicht. Man wird wütend, weil man sich angegriffen fühlt und reagiert auch so, anstatt ruhig zu reden und die Dinge, die einen wirklich zu beschäftigen, zu klären.
Irgendwann rennt man mit einem Haufen guten Erinnerungen, ungesagten Worten und dem Gefühl, dass irgendwas schrecklich schief gegangen ist, auseinander. Und gerade diese Kombination von Schuldgefühlen, Missverständnissen und guten Erinnerungen macht einen oft genug schrecklich traurig.

Montag, 16. Juli 2012

Manchmal braucht man eine Woche Kloster, um etwas einzusehen,
was alle anderen schon längst wussten.


Ich hab eingesehen, dass du ein Arschloch bist und warst und sich das nicht ändern wird, egal, wie sehr ich es wünsche.

Du bist der lebende Tribut an Charles Darwin, ein Einzelkämpfer, der glaubt, dass er nach dem Motto "Jeder für sich" am weitesten kommt. Du bist zwar unglaublich empathiefähig, aber das, was dir deine Empathie mitteilt, ignorierst du, wenn du es nicht für dich benutzen kannst. Es ist dir egal, wen du verletzt und warum und ob du jemanden "liebst" oder nicht. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei und wer damit nich leben kann, hat Pech. Du trinkst und kiffst zu viel, prügelst dich und fickst wahllos alles, was sich bewegt und überraschenderweise ist Barney Stinson dein Vorbild, obwohl es auch Hank Moody sein könnte - ein selbstzerstörerischer, einsamer, unglücklicher Schriftsteller. Religion und Philosophie sind für dich Zeitverschwendung, Moral existiert nicht und wenn alle nach dem kategorischen Imperativ leben würden, wäre die Welt ein besserer Ort; da das aber niemand tut, probierst du es gar nicht erst, sondern lebst so, dass du allein glücklich wirst.

Und obwohl ich dich geliebt hab, finde ich dich jetzt im Rückblick eher armselig. Weil du ziemlich einsam bist, aber aus Angst, dass dich jemand verletzt, alles und jeden auf Abstand zu halten versuchst.

Das mieseste ist, dass ich fast wie du geworden wäre und das ich fast die Dinge, die ich an mir am meisten liebe, verloren hätte. Aber die Woche Taizé hat mir in dieser Hinsicht mehr als nur ein bisschen gut getand und ich, das richtige Ich, das ich sein will, ist wieder da.

Und da ich nie wieder so werden will, wie ich fast geworden wäre, musst du aus meinem Leben verschwunden bleiben.

Dienstag, 3. Juli 2012

Mit deinem verdrehten Herzen sollst du deinen verdrehten Nachbarn lieben!

"As I walked out one evening,
   Walking down Bristol Street,
The crowds upon the pavement
   Were fields of harvest wheat.

And down by the brimming river
   I heard a lover sing
Under an arch of the railway:
   'Love has no ending.

'I'll love you, dear, I'll love you
   Till China and Africa meet,
And the river jumps over the mountain
   And the salmon sing in the street,

'I'll love you till the ocean
   Is folded and hung up to dry
And the seven stars go squawking
   Like geese about the sky.

'The years shall run like rabbits,
   For in my arms I hold
The Flower of the Ages,
   And the first love of the world.'

But all the clocks in the city
   Began to whirr and chime:
'O let not Time deceive you,
   You cannot conquer Time.

'In the burrows of the Nightmare
   Where Justice naked is,
Time watches from the shadow
   And coughs when you would kiss.

'In headaches and in worry
   Vaguely life leaks away,
And Time will have his fancy
   To-morrow or to-day.

'Into many a green valley
   Drifts the appalling snow;
Time breaks the threaded dances
   And the diver's brilliant bow.

'O plunge your hands in water,
   Plunge them in up to the wrist;
Stare, stare in the basin
   And wonder what you've missed.

'The glacier knocks in the cupboard,
   The desert sighs in the bed,
And the crack in the tea-cup opens
   A lane to the land of the dead.

'Where the beggars raffle the banknotes
   And the Giant is enchanting to Jack,
And the Lily-white Boy is a Roarer,
   And Jill goes down on her back.

'O look, look in the mirror,
   O look in your distress:
Life remains a blessing
   Although you cannot bless.

'O stand, stand at the window
   As the tears scald and start;
You shall love your crooked neighbour
   With your crooked heart.'

It was late, late in the evening,
   The lovers they were gone;
The clocks had ceased their chiming,
   And the deep river ran on. "

W. H. Auden

Sonntag, 17. Juni 2012

Schöne Menschen

Angelehnt an einen ähnlichen Blogpost, den ich persönlich total gerne mag, kommen hier mal vier meiner absolut liebsten Filmschauspieler:

Jérémy Kapone:
Hmmm, was für ein Schnuckelchen. Dürfte dank LOL (dem Original, nicht dem Ami-Mist) ja allgemein bekannt sein, hat er meiner Meinung nach auch verdient. 21 Jahre alt und singen kann er auch noch. Siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=81b_f5zokK0


Chris Hemsworth:
29 und ein australischer Schauspieler. Zu sehen unter anderem in Thor, Marvel's The Avengers und Ca$h. Meiner Meinung nach sehr ansabbernswert; hauptsächlich wegen seines Oberkörpers, aber auch wegen seines schönen Gesichts. Seine Brüder Liam und Luke sehen allerdings ähnlich gut aus und sind ebenfalls Schauspieler, liegt also wahrscheinlich in der Familie.


Ewan McGregor:
41 Jahre alt, Schotte, verheiratet und Vater. Der Herr dürfte ja allgemein bekannt sein, aus Moulin RougeMänner, die auf Ziegen starren, Illuminati und natürlich Star Wars. Nebenbei spielt er auch noch Theater, unter anderem als Jago aus Othello. Ich liebe liebe liebe sein Gesicht und sein Talent, er ist definitiv einer der genialsten Schauspieler, die ich kenne.

Johnny Depp:
Über ihn muss man ja eigentlich nichts mehr sagen, oder? Er ist definitiv der älteste der Herren, aber auch der erfolgreichste. Dafür, dass er fast 50 ist, sieht er immer noch sehr gut aus, er hat eben einfach so ein Charaktergesicht. Am besten gefallen hat er mir in Edward mit den Scherenhänden, Alice im Wunderland und natürlich Sweeney Todd.




Natürlich gibt es noch vieeeeeel mehr hübsche Männer, aber von den Filmschauspielern her sind das meine liebsten. Nicht nur, weil sie gutaussehend sind, sondern auch talentiert. Allerdings gibt es noch eine Hand voll Serienschauspieler, die ich genial finde, wie z.B Henry Cavill oder Ed Westwick.

Sonntag, 3. Juni 2012

Abendgedanken

Warum will man manchmal mit niemandem zusammen sein,
sondern frei sein, auf niemanden Rücksicht nehmen müssen,
einfach eine Tasche packen, wegfahren und sehen, was dann passiert?
Und warum will man manchmal wieder nur gebunden sein, an einen Ort,
an dieselbe Gruppe Menschen, mit der Sicherheit,
dass so das eigene Leben ist und einem nichts passieren kann?

 

Ich glaub, beides steht an sich für ein Prinzip, nach dem man sein Leben entwirft; das erste steht für die Freiheit, das zweite für die Sicherheit. Und jeder Mensch muss irgendwann irgendwo eine Entscheidung treffen, nach welchem man sein Leben entwirft. Natürlich kann man diesen Entwurf jederzeit überdenken und alles umschmeißen, aber das kostet was. Und vielleicht gibt es einen bestimmten Punkt, an dem man gar nicht mehr zurück kann und wenn man den dann verpasst, sind die Kosten so groß, dass es sich nicht mehr lohnt, so dass man ausharrt und nie nie nie wieder sein Leben nach dem anderen Prinzip richten kann, nie die andere Seite kosten kann.

Und ich, ich weiß absolut nicht, was ich will.
Weder im Kleinen und im Moment,
noch im Großen und in der Zukunft.


Wie zur Hölle soll man auch so eine Entscheidung treffen?

 

http://www.youtube.com/watch?v=U1IIYjQp5mc&feature=relmfu
&
http://www.youtube.com/watch?v=y-1Sz56n9uE


Sonntag, 20. Mai 2012

"Drogen sind böse, vom Masturbieren wird man blind
und für Sex vor der Ehe kommt man in die Hölle."

ODER

"Um alt und weise zu werden, muss man erst mal jung und dumm gewesen sein."

Ich würde Sex, Drogen oder Wahnsinn nicht allen empfehlen, aber für mich hat immer gut funktioniert.

Dienstag, 15. Mai 2012

UNHATE

10 Gründe gegen homosexuelle Ehen:

1. Homosexualität ist nicht natürlich. Echte Deutsche lehnen unnatürliche Dinge wie Brillen, Polyester oder Klimaanlagen ab.
2. Homosexuelle Ehen werden Menschen ermutigen, homosexuell zu sein. Genauso wie es einen groß macht, wenn man mit großen Menschen rumhängt.
3. Homosexuelle Ehen zu legalisieren wird allem möglichem wahnsinnigen Verhalten die Tür öffnen. Leute könnten sogar ihre Hunde heiraten wollen, weil Hunde ein legales Ansehen haben und einen Ehevertrag unterzeichnen können.
4. Die Ehe existiert schon lange und hat sich in all der Zeit überhaupt nicht verändert: Frauen sind nach wie vor Eigentum, Schwarze können keine Weißen heiraten und Scheidung ist immer noch illegal.
5. Die Ehe wird wesentlich weniger bedeutungsvoll, wenn Homosexuelle heiraten dürfen; die Unantastbarkeit von Britneys 55-Stunden-Ehe wäre völlig zerstört.
6. Ehen sind wertvoll, weil sie Kinder produzieren. Homosexuelle, alte und unfruchtbare Menschen sollten nicht das Recht haben zu heiraten, weil unsere Waisenhäuser noch nicht voll sind und wir unbedingt mehr Kinder brauchen.
7. Offensichtlicherweise werden Homosexuelle nur homosexuelle Kinder hervorbringen, da heterosexuelle Eltern nur heterosexuelle Kinder hervorbringen.
8. Homosexuelle Ehen werden nicht religiös unterstützt. In einer Theokratie wie unserem Staat werden die Werte einer Religion allen Menschen aufgedrückt, deshalb haben wir auch nur eine Religion in Deutschland.
9. Kinder können nur mit einem männlichen und einem weiblichen Vorbild Erfolge erzielen. Deshalb ist es alleinstehenden Eltern strikt verboten, Kinder zu erziehen.
10. Homosexuelle Ehen werden unsere Gesellschaft für immer und ewig verändern; wir könnten uns niemals an neue soziale Normen anpassen. Genauso, wie wir uns nicht an Autos, den Dienstleistungssektor und eine längere Lebensdauer anpassen konnten.






Donnerstag, 10. Mai 2012

Armes kleines Obst

Es war einmal ein Mädchen, das hatte einen Vater und eine ältere Schwester, die sich nicht gut verstanden, weil die ältere Schwester eigensinnig war und sagte, was sie dachte. Das Mädchen wollte sich aber gut mit ihrem Vater verstehen, also tat sie alles, um ihm zu gefallen. Und gleichzeitig wollte sie sich mit ihrer älteren Schwester verstehen, also tat sie alles, um ihr auch zu gefallen.
Und als sie älter wurde, verschwanden Vater und Schwester irgendwann und das Mädchen hätte lernen können, sich selber zu gefallen. Aber das tat sie nicht, weil sie ja auch noch eine Mutter hatte, der sie gefallen konnte und musste, also tat sie, was sie konnte, um zu gefallen.

Ich glaube, dieses Mädchen hat bis heute nicht gelernt, dass sie vor allem sich selbst gefallen muss. Bei anderen Menschen ist es immer möglich, dass sie dich aus deinem Leben verschwinden.

Aber mit dir selbst musst du ewig leben.
Und wie willst du das tun, wenn du dich nie darum gekümmert hast, das zu tun, was dir selbst gefällt?

Armes Mädchen.

Was ich wirklich traurig finde, ist, dass du großartig sein könntest, wenn du aufhören würdest, dir Gedanken darum zu machen, ob du allen anderen gefällst.
Mehr als nur großartig, du könntest unglaublich sein.
Und unglaublich glücklich.

Und ich finde es traurig, dass unsere Freundschaft zerbrochen ist, weil ich nun tue, was mir gefällt.
Weil ich jetzt ich bin, einfach nur ich, und mich nicht mehr irgendwem zu liebe einschränken muss.
Aber mit dieser Ausgabe von mir kannst du nicht leben.

Ich steh nicht mehr zwischen den Stühlen.

Dienstag, 24. April 2012

Inspiration

Ich hab schon vor langer Zeit einen Youtuber gefunden, der mir massiv gefällt:
Ein Amerikaner, der sich als Amazing Atheist bezeichnet und viel über Religion, Feminismus, amerikanische Politik und Scheinmoral redet.
Nun hat er gestern ein Video hochgeladen, dass ich absolut genial fand, es heißt ''Monsters and the Abyss'', für seine Verhältnisse ein wirklich kurzes Video mit einer in meinem Augen sehr weisen Wahrheit:

''Die Menschen, die dich hassen, werden dich hassen, egal, was für Zugeständnisse du zu machen probierst. Sie werden dich hassen, wenn du bereust; sie werden dich hassen, wenn du Dinge klarstellst; sie werden dich hassen, wenn du probierst, etwas zu erklären. Probier nicht, vernünftig mit Menschen zu reden, die dich hassen. Sie wollen dich nicht verstehen, sie wollen dich nur besiegen. Für sie ist das Leben ein Wettkampf darum, wer am meisten Recht hat, wer als am moralischsten wahrgenommen werden kann. Dinge wie Verständnis oder Kompromisse sind ihnen zu hoch. Sie haben deine Zeit und deine Mühen nicht verdient.''


The Amazing Atheist meinte, man könnte ihn dank dieser Ansicht durchaus für ''pretentious'' halten - für angeberisch, großkotzig. Gleichzeitig sagt er, dass das wohl ein Wort ist, das vor allem von Menschen benutzt wird, die nicht in der Lage sind wirklich kritisch zu sein und ihre pseudomoralische Überlegenheit wie einen Schild vor sich hertragen, ohne die von ihnen gelebte Moral je reflektiert zu haben und nun erwarten, dass sich andere danach ausrichten.

The Amazing Atheist benutzt desweiteren ein Zitat von Nietzsche: "Battle not with monsters, lest ye become a monster, and if you gaze into the abyss, the abyss also gazes into you.".
Im Original: ''Wer mit Ungeheurn kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheur wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.''

Nietzsche mag bestimmt nicht genau daran gedacht haben, aber in diesem Zusammenhang, denke ich, kann man es so deuten: Wenn man sich zu lange mit der oben genannten Art von Mensch auseinander setzt, wird man genau so.

Deshalb ist es wohl das beste, ihnen einfach den Rücken zu zu drehen und weg zu gehen.

Getreu dem Motto ''Never mind what haters say, ignore them 'til they fade away.''

Jeder Sommer hat eine Geschichte.
Und unser Sommer hatte eine ganz besondere.
Umso trauriger, dass ich das Gefühl habe, das unsere langsam zu Ende geht.



Samstag, 14. April 2012

The awkward moment

7 Kontinente, 7 Meere, 204 Länder, 809 Inseln -
und von den gut 7 Millionen Menschen auf der Welt
treff ich ausgerechnet dich.

Das Traurigste ist, dass ich das Gefühl hab,
dass du mir immer noch wichtiger bist als ich dir.

Ernsthaft, manchmal hasse ich,
wie nah mir bestimmte Menschen gehen.


Sonntag, 8. April 2012

Das Ding mit dem Ruf und dem Mittelding

Ich glaube, der Knackpunkt an einem Ruf ist, dass diejenigen, die es interessiert, nicht wichtig sind und die, die wichtig sind, sich nicht dafür interessieren.
Denn wenn man jemandem am Herzen liegt, will derjenige ja wohl, dass man glücklich ist, oder?

Dementsprechend, so lange man glücklich ist, kann einem der Ruf egal sein.
Und wahrscheinlich auch, solange nicht viele von den wichtigen sagen ''Hör auf, du machst hier was falsch.''

In meinem Fall sind diese wichtigen, auf deren Warnung ich wirklich hören würde, nur zu viert.
Weil ich weiß, dass sie mich gut genug kennen, tolerant und  ausgepflippt genug sind, um mich nicht vorschnell zu vorurteilen, um nicht bei ''Kleinigkeiten'' wegzurennen.

Und das ist der Punkt, ''Kleinigkeiten''. Was sind Kleinigkeiten?

Diese sind in meinen Augen nicht direkt Kleinigkeiten, sondern eher das Mittelmaß - das Mittelmaß an Alkohol, Zigaretten, Promiskuität und Verrückheiten.
Nicht so viel, dass man später zurücksieht und denkt: ''Scheiße, ich hab in meiner Jugend viel zu viel mitgenommen, das hat mir alles versaut.''

Aber auch nicht so wenig, dass man denkt ''Scheiße, ich hab viel zu wenig erlebt, es gibt so viele Dinge, die ich damals hätte machen müssen.''

Momentan, denke ich, mache ich alles richtig.

Samstag, 7. April 2012

Alle guten Dinge sind wild und frei.

Wilde Herzen können nicht gebrochen werden!

Und dann kann es einem furchtbar egal sein, was gesagt wird.
Ich bin so glücklich, mein Herz explodiert.

Donnerstag, 5. April 2012

''Hasst du mich?'' - ''Ja.''

Es gibt leider eine Menge Leute, denen es vielleicht wirklich egal ist, dass sie widerlich sind.
Das macht sie noch widerlicher.

Oder es ist ihnen klar, dass sie widerlich sind, und sie haben beschlossen, daraus auf verquere Art Nutzen zu ziehen, indem sie die Nähe und Zustimmung anderer Widerlinge suchen.
Auch das macht sie noch widerlicher.

Oder aber sie wären eigentlich gerne nette Typen, wissen aber nicht, wie man das anstellt.
Das würde sie erbärmlich machen.
Und widerlich

Mittwoch, 28. März 2012

Macht's gut und danke für's...?

Manchmal gibt's Dinge, die wichtiger sind,
als die Menschen, die lange in unserem Leben waren.
Zum Beispiel nach den Prinzipien zu leben,
an die man mehr als alles andere glaubt.
Eines von meinen ist:

''Opfere niemals die Person, die du bist, nur weil jemand ein Problem damit hat.''

Da ich für euch nur akzeptabel zu sein scheine, wenn ich das tue,
habe ich nur eine Sache zu sagen:

Raus aus meinem Leben!

Montag, 26. März 2012

Freundschaft 2.0

Und erneut tauchen in unserer Freundschaft Probleme auf, die ich nicht verstehe - hauptsächlich, weil du nicht mir redest, ich zu meinen eigenen Schlussfolgerungen kommen muss, keine Ahnung habe, ob die richtig sind und deshalb auch eigentlich nicht nach ihnen handeln und nicht deswegen wütend auf dich sein will.
Aber irgendwo bin ich's doch.

Du sagst, wir sind beste Freundinnen - dann behandel mich doch bitte auch so.

Denn wenn man gut befreundet, sogar am besten befreundet ist, dann akzeptiert man einander doch so, wie man ist, oder?
Dann spricht man ehrlich über Probleme und erwartet nicht, dass die andere es einfach so merkt, wenn man nichts sagt und sich benimmt, als seie alle ok und wie immer?
Dann ändert man sich mal ein bisschen, wenn man die andere unglücklich macht, oder? [Vorausgesetzt, man bekommt es von ihr selber zu hören, nicht von einem Kerl, der auf seine selbstherrliche Art unser beider Leben immer und immer wieder auf den Kopf stellt.]

Schließlich ist es eine (der) beste(n) Freundin(nen), über die wir hier sprechen.

Auch wenn ich finde, dass dieser Begriff seltsam ist.

Ich teile meine Freundinnen nicht ein, nicht nach dem Motto ''Diese ist gut, aber jene ist noch besser.''
Das ist doch albern; das macht man im Kindergarten und in der Grundschule.

Wenn ich mich auf jemanden blind verlassen kann, wenn ich mit jemandem stundenlang ernste, tiefsinnige Gespräche über Probleme, Gott, die Welt und jeden anderen Scheiß führen kann, wenn wir aber auch zusammen über sinnlosen Scheiß labern und lachen können und wenn ich mit ihr völlig durchdrehen und abgrundtief abspacken kann, dann ist das die höchste Stufe von Vertrautheit, die man bei mir erreichen kann.

Und irgendwie habe ich in dieses ''über Probleme reden'' auch miteinbezogen, dass man über Probleme in der Freundschaft reden kann.

Vielleicht hab ich mich ja auch geirrt, vielleicht muss man das als Freunde nicht können, aber na ja.
Wenn du es irgendwann kannst, dann melde dich.

Auch wenn ich dir nicht versprechen kann, dass ich dann noch da bin.



Und an die wunderschöne, heißblütig von mir geliebte Miss E:


Weil's einfach nur wahr ist.

Donnerstag, 22. März 2012

Der Spielzeugeffekt

Es war ein Mal ein Mädchen, das einen Jungen mochte; wirklich mochte, auf diese ''Ich wäre gern seine Freundin''- Art.
Aber aus irgendwelchen Gründen klappte es nicht und nach einer Liebeskummerphase rappelte sich das Mädchen wieder auf, fand einen anderen Jungen, den sie auf diese Art mochte und wurde tatsächlich seine Freundin.

Und hier greift der Spielzeugeffekt: Junge A sieht, dass das Mädchen mit Junge B glücklich ist.
Und plötzlich will er sie doch.
Als wäre sie ein Spielzeug, mit dem er eigentlich nicht spielt. Doch sobald er sieht, wie ein anderer mit ''seinem'' Spielzeug Spaß hat, will er es zurück.
Obwohl er es eigentlich gar nicht wollte und vielleicht auch nicht mehr will, wenn er es dann hat.
Ein Verhalten, dass wir eigentlich alle aus dem Kindergarten kennen dürften, oder?

Ja, der Vergleich mag etwas seltsam anmuten, aber ich denke doch, dass es stimmt.
Manchmal ist es grade die Tatsache, dass wir jemanden nicht haben können, die ihn oder sie für uns anziehend macht.

Das beste Beispiel: Scrubs, dritte Staffel. JD bittet Elliot, ihren Freund zu verlassen und mit ihm zusammen zu sein. Doch als sie ihn verlässt und mit JD zusammen kommt, stellt er fest, dass er sie doch nicht will.
Ja, Serienbeispiel.

Aber nichts destro trotz ein perfektes Beispiel für den Spielzeugeffekt.

Samstag, 17. März 2012

Fuck this shit, IT'S SPRING!


Großes Gott, es ist FRÜHLING!
20°C und Sonnenschein draußen - sofort wird Vitamin D freigeschaltet 
und ich bin glücklich!
In 'ner halben Stunde werd ich in Hotpants rausgehen, mir eine neue Sonnenbrille kaufen und mich dann mit meinen Freundinnen auf eine wunderschöne Wiese in die Sonne setzen und fett Schokoeis essen.
Life at it's best, BITCHES <3

http://www.youtube.com/watch?v=AbV-Q6tz4B8

Montag, 5. März 2012

It's random, I miss you.

Niemand verschwindet grundlos aus deinem Leben - denk darüber nach, wem nachläufst



& irgendwann wirst du es vermissen, dass sie dir nachgerannt ist, dass sie so nervig war und dass du ihr so sehr am Herzen gelegen hast

& vielleicht kommen wir nie über jemanden hinweg, vielleicht finden wir nur immer wieder jemand anderes, über den wir nachdenken können.

Maybe I'll get drunk again...

Donnerstag, 1. März 2012

Beziehungsillusion

Ich weiß nicht genau, wieso, aber in letzter Zeit habe ich relativ viel über Illusionen nachgedacht, gerade in Bezug auf Beziehungen.
Nicht nur ''Liebes''beziehungen, sondern auch in Bezug auf Freundschaften und deren Dauer.

Man kennt das doch, gerade im Teenageralter, in dem ich ja mitten drin stehe:
Man lernt jemanden kennen, versteht sich toll mit der-/demjenigen, baut eine emotionale Bindung auf und ehe man es sich versieht, steht die Wörtchen ''für immer'' im Raum, sei es auf die ''Beste Freundinnen für immer'' - oder die ''Ich werde dich immer lieben''- Art.
Irgendwoher taucht die Illusion auf, das man diesen Menschen für immer im eigenen Leben halten könnte.

Aber an sich müssten wir es doch wissen, oder?
An sich müsste doch allen klar sein, dass nichts für immer ist und wahrscheinlich jede Beziehung irgendwann zerbricht, oder?

Es muss nicht mal ein Streit sein.
Es muss nicht mal dramatisch sein.
Man lebt sich auseinander, die gemeinsame Zeit läuft einfach ab, die Wege trennen sich.
Anfangs hält man noch Kontakt, aber dann schrumpft das auch zusammen und die gemeinsamen Nenner werden immer kleiner und irgendwann, irgendwo ist es wie bei Erich Kästners ''Sachlicher Romanze'':



"Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.
"





Und vielleicht wissen wir es irgendwo von vorneherein, dass es eh nicht für immer ist.

Aber trotzdem passiert es oft genug: In irgendeinem Moment geht die Tür zum Verstand auf, eine Art verdrehter Optimismus marschiert herein, baut seine Illusion der ewigwährenden Verbundenheit auf und verdrängt das rationale Denken in eine kalte, einsame Ecke.

Die große Frage ist nur, was macht man mit dieser Illusion?
Was macht man als Außenstehende, wenn man die Illusion einer Freundin sieht und eigentlich genau weiß, dass es eh nie klappen wird?
Was macht man, wenn der Kumpel sich nichts sehnlicher wünscht, als dass die Illusion wirklich wird?

In mir schreit das Bedürfnis auf, diese Illusion kaputt zu machen und mit einem für mich seltenem Realismus zu schreien, dass es kein ''für immer'' gibt, dass man nicht alles überstehen kann, dass es irgendwann zu Ende gehen wird.

Manchmal will ich sie nur an den Schultern packen, kräftig schütteln und schreien: ''Mach die Augen auf!''

Aber dann fällt mir ein, dass die Illusion sich vielleicht, wahrscheinlich früher oder selber in Luft auflöst, so, wie es bei mir war.

In einem Moment noch Pläne geschmiedet, von Kindern und möglichen Weihnachtsfesten gesprochen, Fantasien der Zukunft durchgespielt und diese genoßen. Im nächsten Moment hingeguckt und festgestellt, dass es nie so kommen wird - teilweise, weil man das selber gar nicht will.
Weil es noch so viel anderes zwischen ''jetzt'' und ''dann'' gibt, dass ausprobiert werden will und muss.

Und dann denke ich, vielleicht sollte ich ihnen doch die Illusion lassen.
Vielleicht sollten sie einfach genießen, was sie haben, solange sie es haben - inklusive der Illusion.


Dank für Inspiration und Suche nach einem nun doch unnötigen Zitat geht an E.

Montag, 27. Februar 2012

Some Men just want to watch the world burn.

Dich hab ich sowieso schon lange bewundert.

Ein wundervoll wahnsinniger Egoist.
Oder ein egoistischer Wahnsinniger.

Er macht, was er will, ohne Rücksicht auf andere.
Nur interessiert daran, seine Ziele zu erreichen.
Und sich einen dabei einen Dreck um Konventionen scherend.
Mit einem wunderbar verdrehten und trotzdem analytischen Blick auf die Welt, die er nur brennen sehen will.

''Sie sind nur so gut, wie die Welt ihnen erlaubt zu sein.''

Joker, du bist und bleibst ein Genius.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Und führe uns in Versuchung.

Schon Oscar Wilde wusste es:
Eine Versuchung wird man nur los, wenn man ihr nachgibt.

Aber was, wenn man mit diesem Nachgeben alles, was einem selbst und anderen wichtig ist, auf's Spiel setzt?

Manchmal ist man so niedlich dumm und tut's trotzdem, setzt alles in Flammen, für einen Moment Glück.
Und eine lange Zeit von Selbsthass, Schuldgefühlen und Löschversuchen.

Am Ende hat man den Waldbrand gelöscht, sieht zwei enge Freunde glücklich und denkt sich:
''Wo wartet meine nächste Versuchung?''

Sonntag, 5. Februar 2012

Freundschaft!

Früher war das Wort "Freundschaft" mal ein Gruß, der zum Beispiel morgens im Klassenzimmer ausgesprochen wurden; heute bezeichnet es "eine positive Beziehung und Empfindung zwischen Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zwischen ihnen zeigt" - sagt Wikipedia.

Wenn's denn so einfach wäre, wär's ja schön.
Ist es nur irgendwie nie, habe ich das Gefühl.

Ich hatte zun Beispiel vor einer Weile die {betrunkene} Erkenntnis, dass mir eigentlich egal ist, was genau meine Freundinnen mit ihrem Leben machen.
Mir ist es egal, ob sie in einer Beziehung oder Single oder in einer Beziehung sind und nebenbei eine Affäre haben oder in einer Beziehung und in jemand anderen verliebt sind oder rumhuren oder was auch immer.
Hauptsache, sie sind glücklich.

Seht ihr, ich habe sie alle unglaublich lieb, weil sie in meinen Augen furchtbar tolle Menschen sind.
Ich interessiere mich für ihr Leben, ich will daran teilhaben, für sie da sein, Zeit mit ihnen verbringen und großartige Momente mit ihnen haben.
Aber ich werde mir hoffentlich nur selten herausnehmen, sie zu verurteilen oder ändern zu wollen.
Weil ich irgendwie einfach will, dass sie glücklich sind... wie auch immer genau sie das zu erreichen gedenken.

Und ich denke, dass ich sie so gut es geht dabei unterstützen werde, glücklich zu sein; und an irgendeinem Punkt erwarte ich das auch von ihnen.

Seltsamerweise ist das nicht so einfach, wenn verdrehte Dinge wie Loyalität, Antipathie, Vertrauensbruch, unerwiderte Liebe oder was auch immer dazu kommen.

Dann erwartet man mehr von einer Freundin, als diese zu geben bereit ist, will ihr die eigene Meinung und das eigene Vorgehen aufdrücken, enttäuscht ihre Erwartungen, weil man für sich selber mit einer Sache abschließen muss und das nicht so geht, wie sie es sich erhofft oder verrät etwas, worüber sie nur Stunden später hätte selber reden wollen.

Letzten Endes muss man dann einen Weg finden, das Ganze zu klären, die Sicht des anderen zu akzeptieren, sich nicht zu verbiegen und Freunde zu bleiben.

Alles gar nicht so einfach; egal, wie sehr man eine Freundin liebt.

Montag, 30. Januar 2012

Am Ende passt es in eine Box.

Alles in allem war's wundervoll & ich bin froh, dass ich dich getroffen habe.
Du hast viel für mich verändert, ich verstehe dich & bin dir wegen nichts auch nur ansatzweise böse;
ich hoffe, du kannst etwas ähnliches über mich sagen & wir werden irgendwann wieder Freunde sein.

Mittwoch, 25. Januar 2012

This is how it goes


Funktioniert das wirklich so?
Versucht man es, bis man nicht mehr kann?
Liebt man, bis man irgendwann einfach nicht mehr liebt?
Versucht man, solange man noch liebt und kann und liebt dann irgendwann nicht mehr?

Oder simpler gefragt: Hat Liebe ein Verfallsdatum?

Ich muss sagen, ich kann keine hundertprozentig sichere Antwort darauf geben.
Ich behaupte nicht, die Wahrheit gepachtet zu haben.
Aber ich hab meine Meinung dazu, die werde ich hier kundtun. 

Ich glaube nicht, dass Liebe ein Verfallsdatum hat.
Ich glaube, wenn man jemanden einmal wirklich geliebt hat, wird immer ein winziges bisschen Zuneigung, Respekt, Sorge oder was auch immer im Herzen bleiben.
Freundschaftliche Liebe sozusagen.
Im Grund genommen: Liebe - Sexuelle Anziehung = Freundschaft ?
Vielleicht.

Auch wenn ich gestehen muss, dass ich vielen meiner Exfreunde gegenüber nichts mehr empfinde.
Aber da bin ich mir auch nicht sicher, ob das Liebe war.

In einer Beziehung mit jemandem zu sein, heißt nicht zwangsläufig, denjenigen wirklich zu lieben.
Und andersrum heißt jemanden zu lieben nicht zwangsläufig, mit demjenigen eine Beziehung zu wollen.
Oder?

Ich muss gestehen, viele meiner Beziehungen haben nicht wirklich auf ''Liebe'' basiert - mehr auf teenagerhafter, typischer Verliebheit.
Dementsprechend kurz hielten sie dann auch.
Im Durchschnitt: Anderthalb Monate.
Ja, arm.

Mein einziger Freund, bei dem ich bisher sagen würde, dass es ''Liebe'' war, blieb für acht Monate.
Warum genau es jetzt letzten Endes doch zerbrochen ist, kann ich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen.

Vielleicht die Entfernung. Zweihunderfünzig Kilometer sind womöglich mehr, als Teenagergefühle aushalten.
Vielleicht haben wir es nicht genug versucht. Wenn ich zurückblicke, kann ich sagen, dass ich lange Zeit gekämpft habe, um dann im entscheidenen Moment das Handtuch hinzuwerfen.
Vielleicht war ich zu unglücklich, habe mir zu lange auf die Zunge gebissen, um des lieben Friedens willen und dann, als ich den Mund aufgemacht habe, war es zu spät.
Vielleicht hat mein Unglück meine Gefühle langsam schrumpfen lassen.

Vielleicht hatte meine Fernbeziehung ein Verfallsdatum. 

Ich kann es nicht wirklich sagen; ist wahrscheinlich alles noch nicht lange genug her; hab wahrscheinlich noch nicht genug Abstand gewonnen.
Aber was ich sagen kann, ist, dass ich glücklich bin, glücklicher, als ich es eine Zeit lang war.
Und dass ich mir sicher bin, dass er auch wieder glücklich wird.

This is how it works.
Meiner Meinung nach.

Sonntag, 22. Januar 2012



Mehr Macht hat in einer Beziehung immer derjenige, dem sie egal ist.
Aber wer sagt, dass Macht gleich Glück ist?

Samstag, 21. Januar 2012

Obsession - Besessenheit?

Besessenheit.
Laut Wikipedia "ein ausgeprägter Erregungszustand, der als "Inbesitznahme" der betroffenen Person durch eine übernatürliche Kraft gedeutet wird."
Du bist also eine übernatürliche Kraft, die mich in Besitz genommen hat. Gut zu wissen.

Vielleicht, nein, wahrscheinlich, ist das Wort "Besessenheit" hier das falsche Wort - zu negativ durch komische Dämonen besetzt.
Obsession trifft es vielleicht besser - auch wenn das im psychologischen Sinne eine Zwangsneurose ist.
Umgangssprachlich aber eine tiefgehende Leidenschaft.

Du bist also eine Leidenschaft - ich mag dich so sehr, dass es Leiden schaft.
Passt so.

Aber haben wir nicht alle eine Leidenschaft, eine Obsession, eine Besessenheit? Oder sogar mehrere?
Typische Mädchen sind von Schuhen besessen, von Schokolade, Kleidern, Taschen, TV-Serien, Stars oder was auch immer.
Manche Mädchen sind von keinem Star besessen, sondern einfach nur von einem ganz normalen Menschen.
Von einem Typen wie dir, der vielleicht ihr Nachbar, ihr Mitschüler, ihr bester Freund ist.
Und du bist keine übernatürliche Kraft, du bist einfach nur du, nichts weiter besonderes, ein 0815-Typ und sogar ein kleines bisschen ein Arschloch.
Eine gemeinsame Freundin meinte sogar mal, sie würde dich zwar mögen, aber niemals wollen, dass du mit einer ihrer Freundinnen zusammen wärst.
Trotzdem mag ich dich so sehr, wie ich es eben tue.
Na und?

Hat halt jeder seine "Besessenheit".
Hauptsache, ich verwandle mich nicht in irgendeine völlig abgedrehte Stalkertusse.
Hauptsache, ich hab mein Leben noch im Griff.

I'm like your victim and all that you need is an alibi